KJIB Ausflug in den „Hochseilgarten querfeldein“
wird für 20
Kinder zum tollen Erlebnis
Bei der Abfahrt zum Hochseilgarten nach Düsseldorf um 7.20 Uhr sind wir, Kinder im Alter zwischen 6 und 16 Jahren und vier Betreuer, noch müde aber guter Stimmung. Wir erreichen unser Ziel, trotz kleiner ungeplanter Exkursion auf ein Firmengelände und einer mutigen Ente die unserem Reisebus die Straße einfach nicht freigeben will, um kurz vor neun. Eine der speziell geschulten Trainer des „Hochseilgartens querfeldein“ erklärt uns einleitend die Sicherheitsvorschriften, den geplanten Tagesablauf und die Philosophie die hinter allem steht. Teamwork steht im Vordergrund. Das Vertrauen zur Gruppe und zum Partner, um eigene Grenzen auszuloten, zu erreichen und vielleicht auch zu überschreiten. Alles unter dem Motto: Alles kann, nichts muss!
Bereits beim Anlegen der Sicherheitsgeschirre wird deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit ist. Die Kinder helfen sich gegenseitig die Gurte und Riemen zu befestigen und stramm zu ziehen, alles unter der Kontrolle von Trainerin Elfi. Die Kids sehen mit den Sicherheitsgeschirren und Helmen wie kleine Kletterprofis aus. Die Gesichter strahlen. In zwei Gruppen eingeteilt stellen sie sich den Herausforderungen der Riesenleiter, einer Riesenschaukel sowie der Fliegenden Stufen und den Team Balken. Die unsere Gruppe zugeteilten Trainer, Elfi, Julia und Boris erklären wie die Gruppe den Einzelnen sichert und was die Zusammenarbeit und die Ziele jedes Einzelnen bedeuten. An der Riesenleiter gilt es für die Kinder über eine Art „riesige Strickleiter“ in eine Höhe von 8,50 m zu gelangen. Dabei werden die anfänglichen Abstände der „Sprossen“ von ca. 1 m immer größer und die jeweils zwei Kletterer müssen sich gegenseitig mit Händen, Füßen und unter Körpereinsatz helfen, die Leiter zu erklimmen. Der Rest der Gruppe sichert sie durch ein Seilsystem. Auch hier gilt nur so hoch wie der Einzelne kommt und möchte. Mit der Unterstützung und Motivation von der Gruppe erreichen die Kinder ihre jeweiligen Ziele. Einige bis ganz oben, andere nicht ganz soweit, aber alle unter Beifall und Anerkennung der Gruppe. Hier gibt es weder Verlierer noch Angsthasen, jeder kann stolz auf sich sein. Die Großen helfen den Kleineren und umgekehrt, das stärkt den Zusammenhalt sehr schnell.

Bei der Riesenschaukel wird jeweils einer vom Rest seiner Gruppe über ein gesichertes Seilsystem in eine Höhe von bis zu 11 Metern gezogen und beginnt eine fantastische Schaukelpartie in luftiger Höhe mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h, indem er selbst eine Reißleine betätigt. Die Höhe bestimmt auch hier jeder selber indem er seiner Gruppe zuruft, wann sie mit dem hochziehen aufhören sollen. Die Kids sind total begeistert von dieser Schaukel und es ist ihr absolutes Spaßhighlight an diesem Tag.

Auf den „fliegenden Stufen“ überwinden die Teilnehmer fünf an Seilen befestigte, stark schwankende Bretter in 8m Höhe. Neben der Absicherung, hilft die Gruppe von unten die Bretter über Seile näher aneinander zu bringen und so dem jeweils Mutigen sein Ziel zu erreichen. Nur zu zweit und mit viel Vertrauen können zwei Balken beim „Team Balken“ überquert werden. Anfangs noch relativ nah beieinander vergrößert sich der Abstand der etwa 10 m langen und 8m hohen Luftbrücke zum Ende hin immer mehr und erschwert dadurch die Überquerung. Mit jeweils einem Teilnehmer auf einem Balken stehend, kann die Brücke nur einander zugewandt und sich gegenseitig mit Armen und Händen festhaltend und abstützend, Schritt für Schritt überwunden werden. Allein der Aufstieg an dem mit Metalltritten ausgestatteten dicken Balken bis in diese Höhe ist eine Herrausforderung.
Auf der sicheren Erde sehen wir dort oben deutlich die Konzentration, den Mut und die Überwindung auf den Gesichtern der Kids die sich dieser Herausforderung stellen. „Von oben wirkt die Höhe um ein vielfaches höher, als wenn man von unten zusieht“, erfahre ich von den Trainern und bin noch beeindruckter vom Mut und von den Leistungen der Kinder. Wieder auf sicherem Boden sieht man auch den Stolz auf das Geleistete, den die Kletterer vollkommen zu Recht haben. Nach der Mittagspause, geht es zur zweistündigen Kanufahrt auf dem Unterbacher See. In vier Kanus, zuvor alle mit Schwimmwesten ausgestattet, lernen wir unter Anleitung von Trainer Stefan das Kanufahren kennen. Egal ob Wendemanöver oder Schnelligkeit, auch hier stellen wir schnell fest, dass nur das Miteinander uns zum Ziel bringt. Bei strahlendem Sonnenschein erkunden wir den See, sehen kanadische Wildgänse und die heimische Stockente sowie einige andere Vogelarten auf ihrer Brutinsel. Wir geniessen die wunderschöne Natur und das Beisammensein. Ein gelungener und harmonischer Abschluss für unser Abenteuer, von dem wir alle, gute Erfahrungen und die Erinnerung an einen aufregenden und erlebnisreichen Tag mit nach Bruchhausen zurücknehmen.

Vielen Dank an unsere Spomnsoren, denn dieser Ausflug konnte nur mit unseren Sponsoren Realisiert werden.

